Ökologisch An- und Ausbauen

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An vielen Immobilien wird im Laufe der Jahrzehnte ihrer Nutzungszeit etwas an- oder ausgebaut. Häufig handelt es sich bei den Maßnahmen um eine Vergrößerung der Wohnfläche. Dabei werden oft bisher ungenutzte Räume unter dem Dach oder im Keller umgestaltet. Sie werden von Lager- oder Abstellräumen zu Wohnräumen umgebaut. Viele Baumaßnahmen betreffen einen Hausanbau zur Vergrößerung des gesamten Hauses und bedürfen einer besonderen Betreuung durch Architekten wegen einer erforderlichen Baugenehmigung und einer geprüften Statik. Im Außenbereich werden häufig Nebengelasse wie Garagen oder Carports erst einige Jahre nach dem Hausbau errichtet, wenn sich das Budget der Bauherren wieder von den Ausgaben des Hausbaus etwas erholt hat.

An- und Ausbauten energetisch sinnvoll gestalten

Ein großes Thema bei An- und Umbauten spielt die Verwendung von Energie. Die neuen Gewerke sollen nach Möglichkeit so errichtet werden, dass sie wenig Energie verbrauchen und somit preiswert zu betreiben sind. So werden besondere Wärmedämmungen und im Einzelfall besondere Heizungsanlagen verbaut. Ökologisch sinnvolle Anlagen nutzen etwa Energie aus der Umwelt durch Wärmepumpen oder die Sonnenenergie. In der Regel müssen Anbauten an Gebäuden die Substanz des bestehenden Gebäudeteils berücksichtigen, damit es nicht zu Kältebrücken, Feuchtigkeitsunterschieden und damit zur Gefahr von Schimmelbildung kommt. Dachgeschosse können meistens an die vorhandene Heizungsanlage angeschlossen werden und benötigen deutlich weniger Aufwand. Ihre Innenverkleidung muss mit einer Dampfbremse versehen sein und kann mit Leichtbauwänden in Trockenbauweise erstellt werden. Die verwendeten Wärmedämmungen und Baumaterialien müssen ungiftig und sollten wenn möglich natürlichen Ursprungs sein.

Im Außenbereich ökologische Akzente setzen

Doch nicht nur im Haus selbst kann man sich dem Thema Ökologie widmen. Außerhalb der Gebäude für Wohnzwecke werden oft Zweckbauten wie Garagen oder Carports errichtet. Sie können frei stehend oder als Anbau an die Wohngebäude gestaltet sein. Und auch hier kann man mit relativ einfachen Mitteln viel zum Umweltschutz beitragen. Bei den Dächern können ökologisch wertvolle Konstruktionen wie begrünte Flächen verwendet werden. Damit wird häufig auch ein positiver optischer Aspekt gesetzt. Der Bau eines begrünten Daches erfordert bei Garagen und Carports eine geringfügig verstärkte Statik. Die Entwässerung und Pflege unterscheidet sich nahezu nicht von konventionellen Dächern. Die Gründächer sind seit Jahrzehnten bewährt und haben sich als sturmsicher und anspruchslos erwiesen. Im Inneren von Carport und Garage muss für eine wirksame Feuchtigkeitsabfuhr gesorgt werden. Das Carportdach neigt zur Bildung von Kondenswasser und Tropfenbildung. Durch geeignete Beschichtung der Unterseite kann dies verhindert werden. Ein Carport ist ansonsten ideal zur Abfuhr von Feuchtigkeit belüftet. In Garagen ist die Vermeidung von zu hoher Feuchtigkeit problematischer. Neben einer erhöhten Korrosion am Fahrzeug ist durch die erhöhten Feuchtigkeitswerte mit Schimmelbildung an den Wänden oder sogar im Inneren von Fahrzeugen zu rechnen. Die Garagen müssen daher mit wirksamen Belüftungen ausgestattet sein. So kann sich kein Schimmel bilden und die Luft wird nicht mit gesundheitsschädlichen Schimmelsporen belastet. Ideal ist eine eigenständige Luftzirkulation ohne den Betrieb von Lüftern.

Gesundes Raumklima durch unbedenkliche Materialien

Bei allen Maßnahmen zur Vergrößerung, Umgestaltung oder Vergrößerung von Wohnraum legen die Bauherren Wert auf ein gesundes Raumklima. Dazu gehören nicht nur eine angenehme Luftfeuchtigkeit von etwa 50% sondern zusätzlich eine gesunde Zusammensetzung der Raumluft und eine gute Wärmeverteilung beim Betrieb von Heizungen. In den verwendeten Baustoffen und Materialien dürfen keine Schadstoffe wie Lösungsmittel oder andere Gifte enthalten sein. Besondere Vorsicht ist bei Holzschutzmitteln und Farben angebracht. Viele sind nur für Außenbereiche vorgesehen. Ökologisches Bauen steht im Einklang mit der Natur und verwendet möglichst wenig künstliche Materialien. Ihr Einsatz wird durch umweltfreundliche Beheizung der Räume ergänzt. Viele Architekten widmen sich dem ökologischen Bauen und können Bauherren ausführlich beraten und unterstützen.